Mitarbeitergespräch HOW TO

In diesem Artikel möchten wir gemeinsam mit euch die Hintergründe und Grundzüge der jährlich stattfindenden Jahresbeurteilungen bzw. im Allgemeinen Mitarbeitergespräche erörtert.

 

Zum Start gleich die wichtigste Information:

Mitarbeitergespräche sollte nicht nur einmal jährlich in Form der Jahresbeurteilung stattfinden, sondern mindestens 1x im Quartal. Mitarbeiter wünschen sich also regelmäßig Feedback, was sich auch leicht in bestehende Führungsmethoden einbauen lässt.

 

Wozu dienen diese regelmäßigen Feedbackrunden?

Die regelmäßigen Gespräche dienen euch als Führungskräfte zur Führung und dem Mitarbeiter als Feedback zur Aufgabenerfüllung.

Auf Basis dieser Gespräche wird oft über individuelle Entwicklungspläne oder Besetzungen entschieden.

Sie sind also mehr als nur ein lockeres Gespräch bei einem Kaffee.

 

 

Um euch den Einstieg zu erleichtern möchten wir euch noch kurz auf die Vorteile aber auch Nachteile der Mitarbeiterbeurteilung in Verbindung der Jahresbeurteilung aufmerksam machen.

Vorteile:

Grundsätzlich lässt sich feststellen das die Leistungsbeurteilung als wichtiges Führungsinstrument dient und ein leistungsabhängiges Entgeltsystem ermöglicht.

Der allerwichtigste Vorteil, welcher in Zeiten von Remotearbeit und Zeitdruck gern vergessen wird, ist das sich die Führungskräfte (Ja genau du!) mit den Mitarbeitern auseinandersetzen müssen.

Nachteile:

Natürlich kostet euch der Prozess, je nach Teamgröße, einiges an Zeit der euch in euren täglichen Aufgaben fehlt. Wenn dahinter aber ein durchdachter Plan steht, ist dieser Aufwand bereits eingeplant 😉.

Das größte Problem bei Mitarbeiterbeurteilungen sind die negativen aber auch fehlerhaften Beurteilungen. Hierdurch entsteht ein verstärktes Spannungsverhalten zwischen Mitarbeiter und Vorgesetzten welches beiden Seiten schaden wird.

 

 

Wie soll nun also so ein Beurteilungsgespräch ablaufen?

Die nächsten acht Schritte sollen euch natürlich nur einen groben Orientierungsrahmen geben und können bei Bedarf geändert werden.

  1. Lockere Gesprächseröffnung: Gern außerhalb des Themengebiets „Jahresbeurteilung“
  2. Themeneinstieg: Der wirkliche Start der Beurteilung, einleitende Worte – Prozess erklären!
  3. Emotionaler Rückblick: Gemeinsam lässt man die letzten 3-12 Monate Revue passieren lassen
  4. Beurteilung: Ihr zeigt & erklärt eure Bewertung dem Mitarbeiter
  5. Selbsteinschätzung: Gebt dem Mitarbeiter die Möglichkeit sich selbst einzuschätzen
  6. Abweichungsanalyse: Welcher Unterschiede in den Sichtweißen gibt es? Worin sind sie begründet?
  7. Perspektiven aufzeigen: Wie geht es weiter? Schulungen? Entwicklungswege?
  8. Gesprächsabschluss: Vereinbarung treffen, Ablage in Personalakte

 

 

Welche Tipps können wir euch für diese Gespräche geben?

  • Bereitet euch gründlich vor. Nichts ist peinlicher als mit falschen Informationen in das Gespräch zu starten
  • Das Gespräch sollte immer unter 4 Augen laufen. Es besteht aber auch die Möglichkeit, dass ein Kollege der HR an dem Gespräch teilnimmt.
  • Sachlich und ruhig erläutern und diskutieren.
  • Die Leistung des Mitarbeiters steht im Mittelpunkt, nicht der Mitarbeiter selbst!
  • Keine Monologe durch euch als Führungskraft oder des Mitarbeiters

 

Welche Beurteilungsfehler können euch im Zuge des Prozesses der Mitarbeiterbeurteilung passieren?

  1. Überstrahlung, der sogenannte HALO-Effekt: Hierbei schließt ihr aufgrund positiver oder negativer hervorstechender Merkmale auf das Gesamtbild.
  2. Sympathie oder Antipathie. Hat der Mitarbeiter euch vielleicht einmal dem Parkplatz weggeschnappt?
  3. Trend zur Mitte: Tendiert ihr vielleicht eher dazu gute Leistungen abzuwerten und schlechte Leistungen aufzuwerten?
  4. Vorurteile jeglicher Art!

 

Habt ihr sonst noch Fragen zum Thema Mitarbeiterführung? Hier haben wir euch alle Artikel zu dem Thema zusammengestellt!

https://it-management4you.de/category/mitarbeiterfuehrung

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